Nicht alles was im Internet oder in sozialen Netzwerken steht, ist richtig und wahr. Deshalb ist es wichtig, Nachrichten nochmal zu überprüfen - egal ob ihr sie selber findet oder Freunde sie euch zuschicken. Das gilt vor allem, wenn euch die Nachrichten beim Lesen komisch vorkommen. Aber auch wenn erstmal alles super klingt, solltet ihr wachsam sein.
Wie das geht? Hier sind ein paar Tipps für euch:

Die Quelle checken

Das bedeutet, nachzuschauen, woher eine Nachricht kommt - und ob man dieser Quelle vertrauen kann.

  • Wer ist der Absender? Wenn euch die Nachricht über soziale Netzwerke erreicht hat, dann könnt ihr überprüfen, ob ihr den Absender kennt. Wenn Freunde oder Freundinnen sie an euch weitergeleitet haben, dann fragt bei ihnen nach, ob sie den Absender kennen.
  • Ist die Nachricht auf einer bekannten Nachrichtenseite erschienen?

Wenn ihr eine oder beide Fragen mit "nein" beantwortet, dann könnte es eine Falschnachricht sein.

Vorsicht bei krassen Schlagzeilen

Je krasser etwas klingt, desto neugieriger macht uns das. Und Menschen, die Falschnachrichten verbreiten, nutzen diese Neugierde aus. Die Überschriften über solchen Artikeln klingen dann besonders ungeheuerlich. Wenn ihr so etwas lest und euch etwas merkwürdig vorkommt, dann könnt ihr das Thema der Nachricht zum Beispiel in einer Suchmaschine zusammen mit dem Wort „fake“ eingeben und nachlesen, ob es dazu mehr Informationen gibt. Vielleicht hat schon jemand aufgedeckt, dass es sich um eine Falschmeldung handelt.

Auffällige Buchstaben

Auch ein Text mit verdrehten Buchstaben oder sehr vielen Großbuchstaben kann ein Hinweis auf eine Falschnachricht sein.

Achtung Kettenbriefe

In Kettenbriefen, die über soziale Netzwerke verschickt werden, stehen meist auch falsche Nachrichten. So ist es auch mit Nachrichten, die man aus irgendwelchen Gründen schnell an viele Menschen weiterschicken soll.  

Das könnt ihr tun

Nachrichten, die euch eigenartig vorkommen, könnt ihr überprüfen: Zum Beispiel, indem ihr im Internet nachschaut, ob unterschiedliche Zeitungen oder Radiosender darüber berichtet haben. Oder ihr fragt bei euren Eltern nach, ob sie in den Erwachsenennachrichten schon von diesem Thema gehört haben.

Nachrichten nicht einfach weiterschicken

Durch die sozialen Netzwerke verbreiten sich Nachrichten heute superschnell. Und je mehr Leute sie weiterverbreiten, umso schneller glaubt man vielleicht, dass da was dran sein muss. Deshalb solltet ihr Nachrichten auch nicht einfach so weiterschicken.

Falschnachrichten melden

In den verschiedenen sozialen Netzwerken kann man Falschnachrichten melden. Dann überprüfen die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Nachrichten. Wenn es sich um Falschnachrichten handelt, werden sie gelöscht.

Schulfach "Kritisches Denken" in Finnland

Übrigens: In Finnland lernen Schülerinnen und Schüler seit einigen Jahren in der Schule, wie man mit Nachrichten umgeht. In dem Schulfach „Kritisches Denken“ überprüfen sie zum Beispiel, ob Nachrichten echt oder falsch sind. Und sie lernen, wie man die Seiten im Internet findet, auf denen es garantiert keine Falschnachrichten gibt.